Weine…

Liebe Weinfreunde,

neue Weine, neuer Sommer!

Los geht´s mit einem Rosé der in Fitou ansässigen Domaine Bertrand-Bergé. Er wurde ausschließlich aus der Syrah-Traube gewonnen und ist lachsfarben. Seine dezente Frucht wird von Aromen provenzalischer Kräuter untermalt. Diese relative Komplexität, gepaart mit seinem günstigen Preis, macht ihn zum Liebling des intellektuellen Prekariats. (Fl.: 8,50 €, Liter: 11,33 €)

Fruchtig, direkt, unkompliziert und lecker? Das hört sich nach dem 2014er “Les Jardins” der Domaine Saint-Antonin an. (Fl. 7,50 €, Liter 10,00 €) Wer dem Bonner Sommer mißtraut, sollte den Grand Red des Mas Baux aus dem Roussillon berücksichtigen. Mit seinen 15% vertreibt er jedes Tiefdruckgebiet. (Fl.: 9,50 €, Liter 12,66 €)

Eventuellen Sonnenstrahlen begegnen wir mit dem Rosé “Court métrage” der in Ménherbes (Lubéron) ansässigen Domaine de la Citadelle. Er ist fruchtiger, leichter, geradliniger und säurebetonter als der Rosé von Bertrand-Bergé. (Fl.: 7,50 €, Liter 10 €)

Die Adresse des Weinguts lautet 1, Cheval Blanc Ouest, 33330 Saint-Emilion. Die Nachbarn hören auf die Namen la Conseillante, l´Evangile, Cheval Blanc und Figeac. Beneidenswert. Meine heißen anders.
Die Weine des besagten Château la Grave Figeac, einem Grand Cru aus Saint-Emilion, sind gehaltvoll und pflaumenduftig, mit sanften, weichen Tanninen. Seine Stilistik erinnert mich eher an einen Pomerol als einen Saint-Emilion…doch wenn ich so einen schönen Wein trinken darf, bin ich sehr tolerant. (Fl.: 25 €, Liter 33,33 €)

Die Domaine du Pré Baron der Familie Mardon erzeugt seit fünf Generationen klassische Sauvignons aus der Touraine. Eine gewisse Bekanntheit erlangte der Urgroßvater von Jean-Luc Mardon, Aristide Mardon.
Als leidenschaftlicher Automobilist nahm er 1921 an der Rallye Paris-Delhi teil. Leider übersah er eine auf seiner Fahrbahn döstende heilige Kuh, die er dann auch rammte.
So wurde er zum ersten Rennfahrer, der eine heilige Kuh überfahren hatte. Pragmatisch veranlagt, traf er Vorbereitungen für eine kleine Grillade. Dies nahmen ihm die lokalen Religionsführer übel,
so daß sich unvermittelt die Frage seiner Nachfolge auf dem Weingut stellte.
Die folgenden Generationen haben alles richtig gemacht, und so können wir einen expressiven, fruchtig-trockenen Sauvignon blanc im Glas schwenken.

(Fl.: 7,50 €, Liter 10 €)

Das Château des Tours gehört Emmanuel Reynaud, der auch das Château Rayas in Châteauneuf-du-Pape besitzt. Da wir den Rayas nur an Wochenenden und gewerkschaftlichen Feiertagen trinken, brauchen wir eine Alternative für die Mühen des Tales. Und hier ist sie: Mit dem 2011 er Côtes-du-Rhône des Château des Tours haben wir einen Alltagswein, der mit 26,50 € nicht einmal ein Zehntel eines Rayas kostet,
und auch noch ganz anders schmeckt!  (Fl.: 26,50 €, Liter 35,33 €)

Neu eingetroffene Weine, April 2016

Liebe Weinfreunde,

…ganz viel Neues!!

– Domaine des Aires Hautes (Minervois)  Minervois und La Livinière

– Domaine Saint-Antonin (Faugères) Jardins, Lou Cazalet und Magnoux

– Domaine de Triennes (Provence) Rot und Rosé

– Domaine Santa Duc (Gigondas) Les Plans, C-d-R Vieilles Vignes, Gigondas und Châteauneuf-du-Pape, Sablet (weiß)

– Domaine Bertrand-Bergé (Fitou) Méconnu (rot und rosé), Origines und Mégalithes

– Domaine Matthieu Dumarcher (Nähe Vaison-la-Romaine) Zin Zin

– Domaine de la Citadelle (Lubéron) Court-Métrage rosé und les Artèmes

– Domaine Henri Richard (Gevrey-Chambertin) Gevrey-Chambertin Les Tuileries

– Domaine Dublère (Beaune) Beaune 1er Cru und Volnay-Les Pitures

– Weingut Pflüger (Pfalz) Riesling Buntsandstein

– Juan Carlos Sancha Ad Libitum (Rioja Alavesa) Maturana tinta, Monastrell und Garnacha

– Bodegas La Crusset (Logrono) Rioja 6 Sombreros Vendemmia seleccionada, Tempranillo blanco La bella Fernada, Cava

Einige Weine sind ganz nett, andere gut und wiederum andere machen richtig Spaß…also…Einsatz!

 

 

Öffnungszeiten vom 21.12. bis 31.12.2015

Das Geschäft ist geöffnet am

Montag, 21.12. von 15 – 20 Uhr

Dienstag 22. und Mittwoch 23.12. von 10-20 Uhr

Donnerstag, 24.12. von 10-14 Uhr

Montag, 28.12. von 15-20 Uhr

Dienstag, 29. und Mittwoch, 30.12 von 10-13 und 15-20 Uhr

Donnerstag, 31.12. von 10-16 Uhr.

…und wenn jemand im Geschäft ist…

Neue Weine im Dezember

Liebe Weinfreunde,

meine neuen Sommerweine sind eingetroffen!

Ok, wir befinden uns im Dezember, doch statt Langlauf ist eher Wasserski auf dem Rhein angesagt.

Und die Piranhas scheinen ja nicht weiter als bis Köln zu wandern. Also: Sonnenbrille auf, und los geht’s!

Domaine de Cabrol, Aragon (bei Carcassonne)

Da sind sie wieder! Und irgendwie schmecken sie noch ein wenig besser als im letzten Jahr. Das überrascht nicht wirklich, handelt es sich doch um dieselben Jahrgänge wie vor einem Jahr (Vent d´Ouest 2009, Vent d´Est 2013 und Blue Note 2013), nur eben um ein Jahr gereift. Mein Favorit ist der Vent d´Ouest 2009, dessen an hellrote Früchte erinnernde Aromatik perfekt zur Ente, Gans oder einem zur nächtlichen Stunde gefangenen Lachs aus der Sieg passt.

Azienda Agicola Fatalone, Gioia del Colle (zwischen Bari und Tarent)

Dieses Weingut habe ich vor einem Monat auf einer semi-esoterischen Biowein- und Biermesse in Brüssel entdeckt. An sich war es eine nette Messe: Zwar waren viele Weine problematisch, doch kam dann wieder ein Bierstand mit derart skurrilen Sorten, daß man die unmittelbare Vergangenheit verdrängen konnte. Nach sechs Stunden der Bewusstseinserweiterung gab es noch ein Ziel: Fatalone aus Apulien. Und es wurde ein Volltreffer: Mit der 2007er Primitivo Riserva präsentierte sich das „Alte Italien“ auf seine schönste Art. Körperreich, rund, weich, ausgewogen und von den dunklen Aromen der Gewürzinseln untermalt.

Domaine Vindemio, Mazan (am Mont-Ventoux)

Die Weine von Jean Marot waren in der Vergangenheit gerne üppig-alkoholisch (womit ich keine Probleme hatte), doch jetzt sind sie es nicht mehr. Oder nicht mehr so. Seine Weine bleiben Boten des Südens, sind jedoch strukturierter und fester geworden.

Domaine Piquemal, Espira de l`Agly (bei Perpignan)

Wenn es um das zivilisierte (finanzielle) Überleben des Weintrinkers geht, ist die Domaine Piquemal eine erste Adresse. Ihre Weine bieten die Fülle und Sinnlichkeit des Roussillons, eingebettet in Aromen dunkler Früchte und der Garrigue. Unkompliziert und lecker.

Maison Parigot, Savigny-lès-Beaune (Burgund)

Wäre ich auf meinen Burgund-Reisen dieses Jahres auch mal bei Parigot aufgetaucht, hätte ich sicher mehr vom weißen Crémant de Bourgogne 2012 bestellt. Der beste seit langem.
Der mittelgewichtige, pflaumig-kirschige rote Sekt macht Spaß – und der Rosé hat eine tolle Farbe.

 

Domaine de Rancy, Latour-de-France (Roussillon)

Ich mußte den Côtes du Roussillon 2012 nachbestellen. Ein Jahr kann grausam lang sein. Die nächste Lieferung kommt dann aber wirklich erst wieder im Herbst 2016…

Neue Weine im Oktober

Im Moment macht es morgens Spaß, die Ladentür zu öffnen. Alte Freunde wie Janasse (Châteauneuf), Santa Duc (Gigondas), Boucabeille (Roussillon), Mas Carlot (Costières de Nîmes), Bryczek (Morey-St.-Denis) und Duroché (Gevrey-Chambertin) begrüßen mich erwartungsfroh und erinnern mich daran, wie schön der gestrige Abend gewesen ist. Unterstützt werden sie von der Domaine Rancy (Rivesaltes), die geniale Süßweine und charaktervolle, üppig-sanfte Rotweine erzeugt. Eine tolle Entdeckung!

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Domaine Saint-Nicolas – Château Thuron – Château du Coing Saint Fiacre

Diesmal bin auf meiner Suche nach schönen Sommerweinen an der Loire fündig geworden. Thierry Michon kultiviert in Brem-sur-Mer in der Vendée spontanvergorene Weine mit einer ausgeprägten Persönlichkeit. Sein 2014er Rosé “Reflets” (Pinot Not, Gamay und Groslot) ist mineralisch, fruchtig und hat einen nennenswerten Abgang…klasse! Seit er mir auf einer Feier aus einem (guten) Champagner einen genialen Roséchampagner werden ließ (60% Champagner, 40% Rosé), sind wir ziemlich beste Freunde.  Die Erträge des Weißweins “Les Clous” (Chenin blanc, Chardonnay und Groslot) lagen unter 30 hl/ha, was in einem bemerkenswert konzentrierten Wein resultiert. Da seine feine Aromatik an reife Birnen erinnert und der Wein mit einer dezent salzigen Note ausklingt, gieße ich ihn mir gerne nach.

Als die Lieferung des Château Thuron ankam, freute ich mich am meisten auf den 2014er Cattleya de Thuron.  Bei diesem handelt es sich um einen spontanvergorenen Clairet, der in einem geschwärzten Glas problemlos als Rotwein durchgehen könnte. Da er nur drei Tage lang vergoren wurde, ist er etwas heller und leichter als das rote Pendant. Der Geschmack des 2014ers wird von roten Johannisbeeren geprägt, besonders langnasige Verkoster werden  vielleicht noch Noten der Pfingstrose entdecken. Auf seinem Höhepunkt ist der 2010er Saint-Martin-de-Monphélix. Er hat alles, was einen kleinen Bordeaux aus einem guten Jahrgang auszeichnet. Da hat es der 2011er Château Thuron schon schwerer, kann er doch sein relativ belangloses Jahr nicht verleugnen. In guten, wie in schlechten Zeiten…

Die Heimat des Muscadet-Weines befindet sich vor der Loire-Mündung, um Nantes herum. Die Rebsorte des Muscadet ist die Melon de Bourgogne, deren Setzlinge  von holländischen Kaufleuten von Vézelay nach Nantes gebracht wurden, um vom schnelleren und sichereren Seeweg der Weine zu profitieren. Nach dem zweiten Weltkrieg hatte der Muscadet seinen Ruf als Qualitätswein nahezu eingebüßt. In den 1980er Jahren setzte eine Renaissance ein, die von einigen qualitätsbewussten Winzern initiiert wurde – unter ihnen das Château du Coing de Saint-Fiacre.  Die Besitzerin, Véronique Günther-Chérau, steigerte sukzessive die Qualität. Jeder ihrer Weine hat seine klare Persönlichkeit – ob der einfache Muscadet de Sèvre et Maine sur lie oder der 45 Monate auf seiner eigenen Hefe ausgebaute “Ancestrale” 2010…sie vermitteln unmittelbar die Begeisterung der Winzerin für ihre Weine.

Bei der Erstellung der Weingutsbeschreibungen erfuhr ich die Unterstützung einer gut gefüllten Flasche Fino Sherry “Inocente” aus dem Hause Valdespino. Dank und Grüße nach Jerez!

 

 

 

Neue Weine im Juni

Neu eingetroffen ist der Picpoul de Pinet von der Domaine La Croix Gratiot, die Côtes-du-Rhône  von Olivier Hillaire und Jean Royer, der Macon-Verzé von Nicolas Maillet, die aktuellen Weine von La Jasse-Castel, der “Satyricus” vom Weingut Dr. Loosen, der 2013er Morgon von Marcel Lapierre und der Weissburgunder von Schnaitmann, die unfiltrierten Tempranillo blanco und Rioja von Seis Sombreros und der Jaspinegre aus dem Monsant.

Also: Es gibt viel zu tun…trinken wir es aus!

Domaine Leyris-Mazières kommt am Donnerstag, dem 26. März!

Gilles und Odile Leyris von der Domaine Leyris-Mazières kommen zu Besuch…und wir werden sie mit unserer legendären deutschen Gemütlichkeit empfangen!

Freuen wir uns auf die wunderbar gelungenen Weine der Jahrgänge 2012 und 2013, die Gilles Leyris mal wieder ohne Rücksichtnahme auf Moden oder Kundengeschmäcker erzeugt hat. …Einsatz!

 

 

Neue Weine im März

Von der Domaine Duroché ist der 2010er Bourgogne Chardonnay eingetroffen – als Vorbote der 2013er Kollektion, die im Mai kommen soll.

Von Pierre Bourée ist der 2012er Bourgogne Beurot eine willkommene Entdeckung. Der Pinot Beurot ist ein entfernter Verwandter des Pinot Gris und wird kaum noch in Burgund angepflanzt. Ein recht körperreicher, mild-würziger Wein mit zurückhaltender Säure. Der 2009er Fixin nähert sich seiner Trinkreife und verkörpert den klassisch-archaischen Burgundtyp (spontan vergoren, Ganztraubenpressung, keine Kaltfermentation).

Die Domaine de la Dourbie aus Canet/Narbonne schickt mit den Cuvées Marie Costa und Mala Coste zwei gehaltvolle Rotweine ins Rennen, die durch ihre klare Frucht und zurückhaltende Gerbstoffstruktur einen unkomplizierten Trinkgenuss garantieren.

Der 2013er Verdejo von Escocès Volante durfte sich 6 Monate mit seiner Hefe vergnügen, die regelmäßig aufgewirbelt wurde. Dies resultiert in einem für die Rebsorte ungewöhnlich üppigen Wein mit versöhnlicher Säurestruktur.

Aus Calatayud kommt der 2012er Papa Luna. Dieser verdankt seinen Namen Pedro Martínez de Luna y Gotor, der auch Papa Luna oder Benedikt XIII. genannt wurde. Er war Gegenpapst, bevor  Benedikt XIV. Gegenpapst des Gegenpapstes Clemens VIII. wurde. Und so schmeckt er auch.

Neue Weine im Dezember

Borie de Maurel, Minervois

Parigot & Richard, Crémant de Bourgogne

Langlois-Château, Crémant de Loire

Soutiran, Ambonnay Champagne

Nachlieferung Cabrol und Santa Duc

Am Montag, 22.12.:

Janasse und Clos du Caillou, beide Châteauneuf-du-Pape